Villa Dessauer Bamberg

Fluss ohne Ufer 2006

Der Garten des alten Chinesen

 Aus der Einf├╝hrungsrede zur Ausstellung “Fluss ohne Ufer” von Dr. Barbara Kahle

“...  in Carla Schmidhubers Arbeiten steht der Gedanke an Zeitliches, konzentriert auf die Fragen nach Vergangenem, Bewahrendem und Wachsenden im Raum; davon sprechen die spurenhaft erscheinenden, verschl├╝sselten Abdr├╝cke auf den Bildern, die Pflanzenfragmente, der abgestorbene Ast in der Ecke des Raumes.

Zeit dokumentiert sich auch ganz konkret in ihrem Werk bei der Erarbeitung von Serien und Variationen. Serie hei├čt: immer wieder neu ansetzen, sich dabei wiederholen und trotzdem voranschreiten.

Dazu ein Zitat aus dem Ausstellungskatalog ├╝ber die Serien des Impressionisten Edouard Monet: ÔÇ×Die Serie wird... zum Ausdruck einer zutiefst existentiellen Erfahrung, der Erfahrung von Zeit und Verg├Ąnglichkeit.“

Carla Schmidhubers Faszination f├╝r fremde Kulturen wie die asiatische z.B., die in dieser Serie zum Garten des alten Chinesen ihren Niederschlag findet, hei├čt auch, den von der eigenen Kultur gepr├Ągten Zeitsinn ├╝berschreiten, sich der extremen Zeitversessenheit unserer Kultur entziehen.

Ihre Einblicke in das Wesen der Dinge, ihre Geschichten, die nicht verbal zu erfassen sind, allenfalls ersp├╝rbar werden, weiten sich von den Wandbildern in den Raum hinein zu Objekten, die die K├╝nstlerin erst vor Ort aus dem Zusammenhang und  dem Raumganzen entwickelt hat:

K├Ąsten, durch deren bemalte gl├Ąserne Abdeckungen man das Innere erahnen kann, Geheimnis-K├Ąsten an der Wand, schwebend-fragiles Reispapier, das frei im Raum h├Ąngt und getrocknete Pflanzenreste einschlie├čt. Der Eindruck des Spurenhaften, das Fragmentarische wie auch Verg├Ąnglichkeit durchzieht die Installation.

Die Objekte rufen Assoziationen hervor, die einen tieferen Sinngehalt erwarten lassen; doch wird die Ahnung eines bestimmten Inhalts nicht genau eingel├Âst. Sie sind Zeichen zwar ahnbarer aber doch verschlossener Sinngehalte.”

 

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